fbpx
 

Madonie

Auf den alten Pfade der Banditen hinauf in die sizilianischen Berge

MADONIE

Wo Natur und Mensch noch in Harmonie leben, warten die Schätze der Berge und die alten Pfade der „Briganti“ auf ein Abenteuer. Das Naturschutzgebiet der Madonie bietet nicht nur einen atemberaubenden Blick über die Dächer Siziliens sondern auch die Schönheit unberührter Natur.

Im Norden der Provinz Palermo liegt der Europäische Geopark „Parco delle Madonie“. Die Madonie verlängern das Nebrodi Gebirge und die Monti Peloritani nach Osten. Der Pizzo Carbonara ist mit 1979 Metern nach dem Ätna der höchste Berg Siziliens. Weitere Gipfel des Hochgebirges sind San Salvatore (1912 m), Ferro (1906 m), Mùfara (1865 m) und Corcò (1857 m).

Die meisten der Dörfer im Madonie Gebirge wurden um das neunte Jahrhundert von den Sarazenischen Arabern gegründet und sind unter den Normannen zu größeren Siedlungen herangewachsen. Andere sind auf den Grundmauern ehemaliger griechischer und römischer Siedlungen errichtet. Im Norden erstreckte sich die Region entlang des historischen Flusses Pollina zwischen den Städten Gratteri, Isnello, San Mauro Castelverdeund Castelbuono bis zur Küste von Cefalù. Im Osten dagegen erreicht man von der Autobahn aus die wunderschönen Borghi von Polizzi Generosa, Sclafani Bagni, Caltavuturo (Arabisch Kalat-Abi-Thur) und Collesano. Im Westen liegen dagegen die malerischen Orte Geraci Siculo, Gangi, Petralia Sottana und Petralia Soprana, die mit ihren mittelalterlichen Ruinen und Charme von alten Zeiten flüstern.

Die hohen Felsspitzen der Madonie sind in dieser Gegend von Ende Dezember bis Mitte März normalerweise mit Schnee bedeckt und locken Wintersportler in das neu erschlossene Skiressort Piano Battaglia. Im Frühjahr, Sommer und Herbst zieht die unberührte Natur der Berge dagegen zahlreiche Wanderer und Bergsteiger an.  Der Naturpark ist zum größten Teil bewaldet und beherbergt einige Wildkatzen und Hirsche, Stachelschweine, Füchse, Hasen und zahlreiche Raubvögel wie Adler und Falken. Unter der einheimischen Flora befinden sich die riesige Stechpalme (einige von ihnen sind über dreihundert Jahre alt), wilde Olivenhaine (Oleasters) und die seltene lokale Madonische Fichte oder auch „Sizilianische Tanne“ sowie die blühende Manna-Asche. Wie in vielen „Mikroregionen“ Sizilien gibt es auch in den Madonie kulinarische Spezialitäten und eine eigene traditionelle Küche, die vor allem Wildgerichte, Pilzrezepte sowie zahlreiche Käseprodukte umfasst.

Die Berge sind die einzigen Sterne, die wir zu Fuß erreichen können.

Fabrizio Caramagna, Schriftsteller

HOW TO ARRIVE

  • In der Nähe des Madonie Gebirges befinden sich die Flughäfen Palermo und Catania

  • Mit dem Auto erreicht man den Parco delle Madonie auf der Autobahn A19 von Palermo oder Catania aus, Abfahrt Scillato.

  • Von Messina aus erreicht man die Madonie auf der A20 in Richtung Palermo, Abfahrt Castelbuono

  • Mit dem Bus gelangt man von Palermo aus nach Castelbuono (SAIS Trasporti, 8,60 €, 1 Stunde, Montag bis Samstag drei bis fünf, einen Sonntag) sowie zwei bis drei Mal am Tag nach Petralia Soprana (10,30 € zwei Stunden), Zwischenstopp in Polizzi Generosa (9,30 €, 1¼ Stunden) und Petralia Sottana (10,30 €, 1¾ Stunden).

  • Von Cefalù aus verkehrt das Busunternehmen SAIS nach Castelbuono (€ 2,60, alle 40 Minuten, täglich von Montag bis Samstag). Cefalù erreicht man von Palermo, Messina und Catania am besten per Zug.